Selbst-Sabotage-Programm

 

Ich habe gerade heute morgen, als ich in den Spiegel 

schaute, ein Selbst-Sabotage-Programm

von mir entlarvt. 

 

HAAAAAA. DAAAA bist DU. Ich hab DICH.

DUUU.

 

Es ist ein Programm, dass mein Unterbewusstsein

fuer mich installiert hat, als ich es brauchte. 

Es war mein Schutz.

 

Nämlich im Jahre 2016, als meine Tochter starb,

bei der Geburt und am selben Tag auch noch mein 

damaliger Partner, das Weite suchte.

 

Ja, da stand ich. Alleine. Alles was ich liebte verloren.

 

Nach der Abschieds-Feier meiner Tochter im Wald, 

begann es.

 

Ja, wie aus dem Nichts heraus, am nächsten Tag,

war meine Gesichts-Haut anders.

 

Sie wurde unschön. Unrein. 

 

Alles kam über meine Gesichts-Haut raus.

Ich schämte mich so für meine Haut.

Ich konnte keinen Schritt nach draussen machen.

Ich wollte nicht, dass mich jemand so sieht.

Ich wollte mich auch nicht schminken, dass hätte nur alles

noch verschlimmert.

 

Also, was blieb mir übrig?

 

Ich blieb zu Hause. 

 

Dieses Programm wurde installiert, damit ich mir die Ruhe

nehme, die ich brauche. 

Damit ich das Wochenbett einhalte, damit sich mein

Körper von der Geburt erholen kann.

Von der Geburt und von alle dem Schmerz.

 

Hätte mich meine Haut damals nicht so konsequent drinnen

gehalten, ich wäre zu schnell wieder in ein „normales“ Leben zurück gekehrt. 

Ich hätte mich abgelenkt mit anderen Dingen. 

Arbeit, Freunde, Konzerte, Essen gehen… usw.

 

Ich konnte das aber alles nicht. Also ich hätte schon gekonnt, 

aber ich schämte mich ja so für mich und meine Haut,

dass ich einfach nicht raus wollte. 

 

Unser System ist ultra schlau.

Es weiss genau, wie es uns lahmlegt.

Wie es uns im Griff hat.

 

Und das krasse ist ja, dass ich durch dieses Haut-Thema,

noch dazu so unglaublich viel lernte.

 

Nämlich darüber, mich anzunehmen wie ich bin. 

Mich so zu lieben wie ich bin.

Mich auch hässlich schön zu finden.

 

Leute, dass ist etwas vom schwierigsten.

Du schaust in den Spiegel und findest dich einfach hässlich.

Wie soll ich jemanden lieben, der so hässlich ist?

 

Ja, warum fixiere ich mich so auf das Aeussere? 

Warum ist das Aussen so wichtig für mich? 

 

Ab und zu musste ich ja raus, Essen kaufen oder so.

Boah, das waren Challenges.

 

Raus gehen, sich hässlich fühlen und schauen,

wie die Menschen auf einen reagieren. 

 

Ich habe begonnen die Gesichts-Haut der Menschen zu beobachten.

Sind alle schön? Rein? Sind sie einfach ueberschminkt?

Und was ist schöner, eine Maske, wo man genau weiss,

darunter ist es nicht hübsch oder die pure Wahrheit mitten in die Fresse rein? 

 

Ich empfand die Wahrheit als schöner.

 

Ich begann unperfekte Haut plötzlich als schön zu empfinden.

Rote Flecken, Narben…

 

Ja Unreinheiten sind wirklich nicht gerade sehr sexy…

Es ist einfach so. Da können wir noch so alles Schönreden.

Aber schlussendlich geht es um die Energie, die ein Mensch ausstrahlt.

Um die ganze Erscheinung. Und plötzlich sieht man die Gesichts-Haut gar nicht mehr.

Man achtet nicht darauf. 

Spannend. 

 

Es war so ein intensiver Prozess,

der neben meiner ganzen Trauer-Arbeit noch zusätzlich ablief. 

 

Aber es war ein sinnvolles Programm. Damals.

 

Ich sage euch, es ging ein Jahr so. 

Meine Haut brauchte ein ganzes Jahr um sich wieder langsam etwas zu normalisieren.

 

Und dann hatte ich etwa 6 Monate die wunderschönste Haut. 

 

Irgendwann dann, kam es wieder. Wieder an denselben Stellen.

 

Eigentlich immer, wenn ich etwas wichtiges geplant hatte.

Einen wichtigen Termin. 

Einen Termin, wo ich aufgeregt bin, z.B. wenn ich einen Mann treffen sollte, ein Vorstellungs-Gespräch ...oder oder.... Immer dann, wurde meine Haut wieder schlechter.

Und ich schämte mich wieder.

 

Was war die Konsequenz davon? Ich sagte ab.

Ich zog mich zurück in mein Schneckenhaus.

 

Ich beobachtete dieses Phänomen schon damals. 

Es war mir auch damals bewusst, dass da irgendwelche Ängste sind.

Manchmal ging ich trotzdem. Ich schminkte mich. 

Oder ich ging volles Risiko und ging einfach so,

ungeschminkt, pur. Das war jedes Mal eine riesen Herausforderung für mich.

Und ehrlich gesagt, fühlte ich mich auch nie richtig wohl dabei. 

 

Und trotzdem durfte ich auch ganz wundervolle Erfahrungen machen

und Menschen treffen, denen das völlig egal war.

Die mich genau so liebten, wie ich war.

Das war wunderschön.

 

Und doch, bin ich es, die mich lieben sollte. Ich.

Wenn ich mich liebe, dann bin ich in meiner Kraft.

Dann strahle ich. Dann leuchte ich.

 

Und eben heute morgen, ich schaue in den Spiegel und

meine Haut ist wieder etwas unschön. Nur ein bisschen,

aber mich stört schon ein bisschen.

Weil ich weiss, dass das nicht sein muss

und dass es einen bestimmten Grund hat.

 

Ich schaue mich an und erkenne dieses Selbst-Sabotage-Programm.

Ja, morgen habe ich einen wichtigen Termin. 

Ich habe ihn schon von Dienstag auf Freitag verschoben,

weil ich am Dienstag so nicht in meiner Mitte war. 

 

Es ist ein Termin, der mich nervös macht.

Es könnte eine ganz grosse Chance für mich sein.

Ja. Ich fühle es. Es wird ganz gross.

 

UUUUND DAAAA ist er.

 

Sobald ich in die Situation komme,

wo es in meinem Leben so richtig abgehen könnte…

Beruflich & Finanziell… stoppt mich was.

In meinem Fall eben meine Haut.

 

Die dann sagt: „ Hei, so kannst du doch nicht gehen,

schau dich mal an. Dich nimmt ja niemand ernst.“

 

„Blablabla… Fuck you - Verstand. Halt mal deine Fresse!“

 

Ja, ich habe Angst vor meiner eigenen Größe.

Ich habe Angst, so richtig fett Kohle zu machen.

Ich habe Angst so richtig erfolgreich zu werden.

 

Warum? 

 

Also, diese Erkenntnis ist schon mal Gold wert.

 

Und ich gehe ab sofort trotzdem, 

an diese Termine, 

auch wenn ich nicht wunderhübsch bin. 

 

Ich durchbreche dieses Muster. 

Ich deinstalliere dieses

Selbst-Sabotage-Programm. 

 

Ich programmiere mich neu.

 

Ich programmiere mich um.

 

Einfach so, weil ich es kann.

 

Einfach so weil ich es will.

 

Einfach so weil ich es mir wert bin.

 

JETZT. JETZT. JETZT.

 

 

 

Nicoletta Buri - 15.2.2018

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Kommentare: 2
  • #1

    Patricia (Sonntag, 18 Februar 2018 11:50)

    Liebe Nicoletta

    Ich danke Dir sooo für diesen Bericht. Oooohhh wie kenne ich doch auch diese Sabotage Programme.
    Du hast es so schön beschrieben wie sie funktionieren.
    Ja es ist verdammt wichtig, diesem Glauben nicht mehr zu dienen. Er hat ausgedient. Danke dass er dich mal beschützt hat.
    Jetzt bist du aber stark. Gehe mutig dadurch, durch das wovon dich der Verstand noch beschützen möchte. Er meint es gut, aber du hast jetzt Aufgaben die zu leben sind. Ja sie sind wirklich gross! Sie sind riiiiiiesig, das macht uns vielleicht noch etwas Angst. Aber wir sind mächtig, sooo mächtig, dass wir es uns nicht vorstellen können. Gehe einfach im Vertrauen. Gehe deinen Weg, folge dem Ruf unaufhörlich. Du bist schön. Du bist gut. Du bist wundervoll. Du bist göttlich. Ich liebe dich! Ich liebe Alle da draussen. Ich liebe mich! Ich liebe!
    DANKE, DANKE, DANKE!

  • #2

    Sonja (Sonntag, 25 Februar 2018 12:46)

    <3 Ich hoffe, dein Termin war gut <3

KUNST - WORTE - HEALING

 

Künstlerin  

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NICOLETTA BURI

Auf der Reise nach Innen -

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