Ich habe den Schiss meines Lebens

 

Ich habe den Schiss meines Lebens - zu bleiben.

Zu bleiben - da wo ich JETZT bin.

 

Woher kommt das? Hab ich das schon immer gehabt?

 

Seit einigen Monaten sehe ich Immer klarer,

mir wurde bewusst,

dass ich mir ein sehr intelligentes Muster zugelegt hatte über die Jahre.

 

Immer wenn es mir nicht gut ging -

veränderte ich etwas im Aussen,

so dass es mir wieder Freude machte.

 

Ich wechselte den Job, die Wohnung… Was auch immer.

 

Das klappte ganz gut…

 

Dieses „Nicht-gut-gehen“ - „sich leer fühlen“  

kam aber immer wieder nach ein paar Monaten.

 

Also, steckt da was anderes dahinter.

Wenn ich es mir mit dem Aussen nicht geben kann

- darf ich im Innen schauen.

 

Das habe ich ganz intensiv begonnen zu tun. 

 

Und ja, ich blieb mal.

Nahm alles an was im Moment da war.

Auch wenn es mir mal nicht gut ging - blieb ich in diesem Augenblick. 

 

Dies führte dann aber auch dazu,

dass ich ein Stueck weit leblos wurde.

Meine Lebensfreude schwindete Stück für Stück.

Das sehe ich erst jetzt im Rückblick.

 

Ich verlor mich ein bisschen in diesen grauen Tagen.

In diesem rumsumpfen. In diesem Fühlen. 

 

Das Leben zog so an mir vorbei und ich wahr gefühlt nicht dabei. 

Das macht auch keine Freude. 

 

Ist es nun ein Muster von mir -

oder ist es einfach wirklich ein pures, radikales „der Freude folgen“.

 

Denn ich frage mich immer in diesen Momenten

wenn ich keine Freude habe, was mir denn Freude machen würde

und dann mache ich das.

Und dann macht es mir auch Freude

bis es mir keine mehr macht und dann kommt das Nächste

was mir Freude macht usw.

 

Und das ist ein ziemlich geiles Leben.

Ein Leben voller Lebensfreude eben.

 

Klar bin ich nicht in DAUER_FREUDE.

Aber fast.

Und auch wenn mal was „anders“ läuft,

bin ich im Frieden. 

 

Ich hab den Schiss meines Lebens zu bleiben,

hier, mir was aufzubauen und gleichzeitig wünsche ich mir das so sehr. 

 

Ja, ich wünsche mir das,

mal Wurzeln zu schlagen und in die Tiefe zu gehen,

nicht in die Breite. 

 

Das in die Breite gehen, rumfliegen und rumreisen,

kann ich gut. Das macht mir keine Angst. Keine Sorgen. 

 

Doch das in die Tiefe gehen, aushalten, bleiben…sich binden.

Das macht mir Angst. Riesen-Angst.

 

Das war glaube ich aber nicht immer so. Oder doch? 

 

Ist auch egal. Muss ich gar nicht wissen.

 

Denn gleichzeitig macht es mir Freude -

weil ich diese Angst an der Hand nehmen möchte und das mit ihr zusammen 

erleben will. Ja, es macht mir auch Freude. Es ist auch ein Abenteuer.

 

Und was für eines, ein ultra krasses Abenteuer sogar.

Vielleicht das Abenteuer meines Lebens.

 

Und das nicht irgendwo im wilden Dschungel, sondern, 

HIER in Zuerich, in der Schweiz, in meiner Heimat.

 

 

Nicoletta Buri - 25.2.2018

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Kommentare: 1
  • #1

    Sonja (Sonntag, 25 Februar 2018 12:12)

    vielleicht darf es einfach beides sein, das Weite und das Tiefe, jedes, wie es nötig ist in dem Moment gerade. Entspricht das nicht auch unserem weiblichen Zyklus, dass wir je nach "Phase" was anderes brauchen? Viele verdrängen ja ihre Bedürfnisse und tun einfach so, wie wenn nichts wäre, hab ich auch lange gemacht. Danke dass du einen anderen Weg aufzeigst, der macht Mut, auch den Weg zu gehen, immer so wie es gerade gut tut, mal mehr mal weniger.

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Künstlerin  

Lebenskünstlerin 

Innen-Reiserin

Gefühls-Forscherin

Entdeckerin

 

NICOLETTA BURI

Auf der Reise nach Innen -

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